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Neue Entwicklungen in der US-amerikanischen Photovoltaikmodulindustrie

Vor dem Hintergrund der weltweit aktiven Förderung der Energiewende zeigt die US-amerikanische Photovoltaik-Modulindustrie zahlreiche neue Entwicklungstrends. Die installierte PV-Leistung in den USA wächst rasant und wird voraussichtlich 2025 60 GW übersteigen. Damit dürfte Photovoltaik zur treibenden Kraft der neuen Stromerzeugung werden. Mit dem rasanten Wachstum der künstlichen Intelligenz steigt der Strombedarf von Rechenzentren stark an. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der globalen KI-Branche wird für den Zeitraum von 2024 bis 2030 voraussichtlich 37 % betragen. Der Energieverbrauch von US-Rechenzentren erreichte 2024 45 GW und wird bis 2030 voraussichtlich auf 104–130 GW ansteigen, wodurch die Bedeutung der Photovoltaik weiter zunimmt. Obwohl die Installation von PV-Anlagen in Privathaushalten derzeit durch das hohe Zinsniveau gebremst wird, dürfte ein Rückgang der Zinsen das Wachstum dieser Installationen ankurbeln. Darüber hinaus reagieren US-amerikanische Verbraucher relativ unempfindlich auf Modulpreise, was der PV-Modulindustrie zusätzlichen Entwicklungsspielraum bietet.

Um die Entwicklung der lokalen Photovoltaikindustrie zu fördern, verhängten die USA hohe Zölle auf importierte Photovoltaikprodukte, was Unternehmen dazu veranlasste, eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Gleichzeitig wurden mit dem Inflation Reduction Act (IRA) Subventionen für die Herstellung und Installation von Photovoltaikanlagen eingeführt, um die Branche weiter anzukurbeln. Derzeit ist die Produktionskapazität für Photovoltaikmodule in den USA relativ zentralisiert, während die Batterieproduktion vergleichsweise gering ist. Viele Unternehmen haben bereits Expansionspläne angekündigt. Es ist anzumerken, dass sich die Kostenstruktur der US-amerikanischen Photovoltaikindustrie deutlich von der Chinas unterscheidet, mit vergleichsweise hohen Lohnkosten, Energiekosten und Abschreibungskosten für Anlagevermögen.

Technologisch gesehen hat sich die HJT-Technologie zum Schwerpunkt der US-amerikanischen Photovoltaikindustrie entwickelt. Im Vergleich zur TOPcon-Technologie bietet die HJT-Technologie deutliche Vorteile: Sie reduziert den CO₂-Ausstoß um 20 %, den Stromverbrauch um 70 %, die Arbeitskosten um 60 % und den Wasserverbrauch um 20–60 %. Damit erfüllt sie optimal die Anforderungen der US-amerikanischen Photovoltaikindustrie an Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Dank staatlicher Förderprogramme kann die Rentabilität von PV-Modulen mit HJT-Technologie etwa 5,6 Cent/W erreichen. Die Investition in die Anlagen amortisiert sich voraussichtlich innerhalb von 1,2 Jahren. Da kein Patentrisiko besteht, zieht die Technologie zahlreiche ausländische Unternehmen an, die Produktionskapazitäten für HJT-Module aufbauen.

Chinesische Photovoltaikanlagen haben sich auf dem US-Markt als sehr wettbewerbsfähig erwiesen. Führende inländische Anlagenhersteller pflegen enge Kooperationen mit globalen Marktführern und haben die Photovoltaik-Wertschöpfungskette in nahezu allen Bereichen der Anlagenfertigung lokalisiert. So ist beispielsweise Jingsheng Mechatronics mit seinen Einkristallöfen und Schneidemaschinen führend auf dem Markt für Hochleistungsmesstechnik. Dank niedriger Lohnkosten und einer soliden Ersatzteilversorgung sind chinesische Photovoltaikanlagen kosteneffizient, schnell lieferbar und bieten einen exzellenten Kundendienst. Obwohl die USA die Zölle auf Photovoltaikprodukte erhöht haben, gilt für Photovoltaikanlagen eine zollfreie Übergangsfrist bis zum 31. Mai 2025. Dies schafft günstige Bedingungen für den Export chinesischer Photovoltaikanlagen in die USA.

Nehmen wir SEG Solar als Beispiel: Das Werk in Houston ist voll betriebsbereit und die erste Charge der hocheffizienten 595-W-Solarmodule wurde erfolgreich ausgeliefert. Diese Charge der SEG Solar YUKONN-Serie besteht aus 72 Zellen, hat eine Ausgangsleistung von 595 W und einen Wirkungsgrad von bis zu 22,65 %. Dank ihrer doppelseitigen Doppelglaskonstruktion bieten die Module in unterschiedlichen Umgebungen hervorragende Leistung. Mit einer Degradationsrate von nur 1 % im ersten Jahr und einer 30-jährigen Leistungsgarantie verfügt das SEG Solar-Werk in Houston über zwei Produktionslinien für N-Typ-Module (182 mm und 210 mm) mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 2 GW. Die Anlagen laufen derzeit unter Volllast und haben bereits zahlreiche Aufträge für 2025 erhalten, was die hohe Marktakzeptanz der Produkte unterstreicht. Die vom Unternehmen eingeführten 595-W-Module basieren hauptsächlich auf der 182-mm-Zellentechnologie und zeichnen sich durch einen niedrigen Temperaturkoeffizienten (-0,29 %/°C) und ein hohes bifaziales Verhältnis (85 %) aus. Durch den Einsatz einer netzunabhängigen Technologie werden die Lichtverluste bei der PV-Stromerzeugung effektiv reduziert und die Gesamtenergieeffizienz verbessert.

Photovoltaik-Solarpanel vor dramatischem Sonnenuntergangshimmel in Blau, grünes, sauberes und alternatives Energiekonzept.

Insgesamt erlebt die US-amerikanische Photovoltaik-Modulindustrie dank der starken Marktnachfrage und der gezielten politischen Förderung einen Boom. Die HJT-Technologie bietet vielversprechende Perspektiven, und Chinas Photovoltaik-Anlagen eröffnen sich gute Chancen auf dem internationalen Markt. Die US-amerikanische Photovoltaik-Modulindustrie wird auch künftig Innovationen vorantreiben und sich weiterentwickeln und eine immer wichtigere Rolle im globalen Energiewandel spielen.