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IEA: Weltweite Solarstromerzeugung soll bis 2024 um 30 % wachsen

Laut dem Bericht „Electricity 2025“ der Internationalen Energieagentur (IEA) wird Solarenergie bis 2027 voraussichtlich etwa die Hälfte des weltweiten Strombedarfswachstums decken.

Der wichtigste Bericht der Agentur prognostiziert, dass der weltweite Stromverbrauch aufgrund des steigenden industriellen Verbrauchs, des zunehmenden Einsatzes von Klimaanlagen, der Elektrifizierung und der Nachfrage nach Rechenzentren so schnell wachsen wird wie seit Jahren nicht mehr und bis 2027 jährlich um fast 4 % steigen wird.

Der Bericht erläutert, dass kontinuierliche Kostensenkungen und politische Förderung den Ausbau der Solarenergie vorantreiben und es ihr ermöglichen werden, die Hälfte des zusätzlichen Strombedarfs zu decken. Diese Prognose übertrifft den Anteil von 40 %, den Solarenergie 2024 zum globalen Stromnachfragewachstum beigetragen hat. Bis 2027 werden emissionsarme Energiequellen – darunter erneuerbare Energien und Kernkraft – voraussichtlich den gesamten weltweit steigenden Strombedarf decken.

Der IEA-Bericht hebt außerdem hervor, dass die weltweite Solarstromerzeugung im Jahr 2024 die Marke von 2.000 TWh überschritten hat und damit 7 % der gesamten Stromerzeugung ausmacht – ein Anstieg gegenüber 5 % im Jahr 2023.

Das bedeutet, dass die Solarstromerzeugung im Jahr 2024 um 30 % gestiegen ist und damit die höchste Wachstumsrate seit 2017 verzeichnet wurde, mit einem jährlichen Zuwachs von 475 TWh – ein Rekordwert. Die IEA merkt an, dass über die Hälfte dieses Wachstums aus China stammt.

Bis 2024 übertraf die Solarstromerzeugung in der Europäischen Union die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken und erreichte einen Anteil von über 10 % am Energiemix. Die IEA prognostiziert, dass Solarenergie in den nächsten drei Jahren auch in China, den USA und Indien die 10-%-Marke überschreiten wird.

Im Prognosezeitraum 2025–2027 wird ein Anstieg der weltweiten Solarstromerzeugung um etwa 1.800 TWh erwartet. Bis 2027 wird Solarenergie damit zur zweitgrößten emissionsarmen Stromquelle der Welt aufsteigen, direkt nach der Wasserkraft.

Unterdessen wird erwartet, dass erneuerbare Energien die Kohleverstromung in diesem Jahr gemeinsam übertreffen werden. Erstmals seit einem Jahrhundert dürfte der Anteil der Kohle an der weltweiten Stromerzeugung unter ein Drittel sinken.

Der Bericht betont zudem, wie wichtig es ist, Perioden zu verstehen, in denen die Photovoltaik-Leistung witterungsbedingt sinkt. „Solche Ereignisse können zwar die Stromnetze belasten, doch sind ausreichende bedarfsgerechte Kapazitäten und Langzeitspeicher unerlässlich“, heißt es im Bericht.

Darüber hinaus hebt der Bericht die wichtigsten Herausforderungen hervor, denen sich die Stromsysteme im Jahr 2024 gegenübersehen. Die IEA stellt fest, dass Ereignisse wie Winterstürme, Hurrikane, Stromausfälle und Dürren die Notwendigkeit unterstreichen, die Widerstandsfähigkeit der Stromsysteme zu verbessern.

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In einigen Regionen hat die zunehmende Volatilität der Stromgroßhandelspreise zu negativen Großhandelspreisen geführt. Laut IEA deuten solche Ereignisse typischerweise auf eine unzureichende Systemflexibilität aufgrund technischer, regulatorischer oder vertraglicher Beschränkungen hin und unterstreichen den wachsenden Bedarf an mehr Netzflexibilität.