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Wie man bei der Installation einer dezentralen Photovoltaikanlage eine ordnungsgemäße Abdichtung gewährleistet

Da dezentrale Photovoltaikanlagen dank nationaler und lokaler Förderprogramme immer häufiger eingesetzt werden, ist die Gewährleistung der Wasserdichtigkeit während der Installation zu einem entscheidenden Faktor geworden. Da sich diese Systeme noch in der frühen Marktphase befinden, können Abweichungen in Planung und Bauqualität zu vernachlässigten Abdichtungen führen, was Leckagen zur Folge haben kann, die sowohl die Photovoltaikanlage als auch die Gebäudestruktur beschädigen können. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie eine effektive Wasserdichtigkeit während der Installation sicherstellen.

Allgemeine Abdichtungsgrundsätze für Dächer

Das wichtigste Prinzip bei der Abdichtung von Dächern lautet „leiten, nicht blockieren“. Das bedeutet, dass das Wasser auch bei starkem Regen ungehindert abfließen können muss, ohne sich zu stauen, damit das Dach dicht bleibt.

Wenn Löcher in das bestehende Dach gebohrt werden müssen, sollte die Abdichtung an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Im Folgenden gehen wir auf die Vorgehensweise bei verschiedenen Dachtypen ein.

Abdichtung von Betonflachdächern

Bei neu errichteten Flachdächern aus Beton sollten die Bolzen bereits in der Planungsphase einbetoniert und die Abdichtung nach Standardverfahren ausgeführt werden. Bei bestehenden Gebäuden muss die Abdichtungsschicht bei der Installation von PV-Modulfundamenten über das Fundament und die Metallbefestigungen hinausreichen und die Ankerbolzen abgedichtet werden. An Durchdringungen ist ein wasserdichtes Dichtmittel aufzutragen. Eine zusätzliche Abdichtungsschicht unter dem Fundament wird empfohlen. Diese zusätzliche Schicht gewährleistet, dass selbst bei einem Leck am Fundament kein Wasser in die Tragkonstruktion eindringt.

Verwendung chemischer Anker

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Bei bestehenden Flachdächern aus Beton muss vor der Befestigung der Unterkonstruktion mit chemischen Ankern die Dicke der Schutz- oder Deckschicht überprüft werden. Bei Fertigteil-Dachplatten mit hohen Traglastanforderungen kann eine zusätzliche Betonschicht aufgebracht werden. Nach dem Aushärten kann die Unterkonstruktion mit chemischen Ankern befestigt werden.

Bei geneigten Ziegeldächern ist es unerlässlich, die Bohrtiefe zu überprüfen. Nach dem Einsetzen der chemischen Dübel muss die Stelle, an der der Dübel die Ziegel durchdringt, mit wasserdichtem Dichtmittel abgedichtet werden. Chemische Dübel bieten Vorteile wie hohe Tragfähigkeit, Ermüdungsbeständigkeit und Alterungsbeständigkeit, ohne dabei eine Ausdehnungskraft auf den Untergrund auszuüben. Dadurch wird die Dachabdichtung nicht beeinträchtigt.

Metalldachabdichtung

Bei Metalldächern muss die Stahlkonstruktion der Photovoltaikanlage die ursprüngliche Abdichtungsschicht und das profilierte Stahlblech durchdringen und an der Hauptstahlkonstruktion des Gebäudes befestigt werden. Gemäß den üblichen Verfahren zur Abdichtung von Metalldächern werden Dampfsperren, Dämmung und Abdichtungsmaßnahmen aufgebracht. Zu den wichtigsten Schritten gehören die Rostentfernung, das Abdichten und das Auftragen wasserdichter Beschichtungen auf den Untergrund und die angrenzenden Bereiche.

Bei lokalen Undichtigkeiten in Metalldächern sollte ein hochwertiges, witterungsbeständiges Dichtmittel verwendet werden. Sind Teile des farbigen Stahlblechs stark korrodiert, müssen diese Abschnitte vor der Installation der PV-Module ausgetauscht werden.

Abschluss
Bei der Installation von Photovoltaikanlagen müssen neben Sonneneinstrahlung und Verschattung auch Faktoren wie Tragfähigkeit, Entwässerung und Abdichtung berücksichtigt werden. Eine fachgerechte Planung und Ausführung der Abdichtungsmaßnahmen während der Installation beugt späteren Problemen vor und gewährleistet die Langlebigkeit sowohl der Solaranlage als auch des Gebäudes, auf dem sie montiert ist.